DDR-Alltagsschrift

Wann: 2. bis 3. Juli 2016

Das dritte Walbaum-Wochenende widmet sich dem grafischen und typografischen Schaffen der DDR. Der Fokus liegt dabei weniger auf den schon oft thematisierten Druckschriften des VEB Typoart, sondern auf jenen, den Alltag prägenden Schriftanwendungen durch Grafiker und Schildermaler.

Buchumschläge

Sprecher 3. Walbaum-Wochenende

Samstag, 2. Juli 2016
10 UhrBegrüßung und Führung durch das Haus und die Ausstellung »Ausgeschnitten und aufgeklebt – Über den Umgang mit Schrift in der DDR«
11 UhrLena Haubner:

»Makrokosmos im Mikrokosmos – Schrift in der DDR«

Von der Antiqua über die Grotesk bis hin zu Fraktur und Rotunda: Der Umgang mit Schrift war in der DDR vielfältig und abwechslungsreich. Der Vortrag unternimmt einen visuellen Streifzug durch vierzig Jahre DDR-Schrift-Geschichte und stellt dabei Arbeiten und Gestalter vor.
12 UhrMittagspause (Selbstverpflegung)
14 UhrMatthias Gubig:

»Als Typograf im ›Leseland‹ – Über den Umgang mit Grenzen«

Matthias Gubig, Typograf und ehemaliger Professor an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin, spricht über die Bedingungen unter denen Gebrauchsgrafiker in der DDR mit Schrift arbeiteten.
15.00 UhrKaffeepause
16 UhrFritz Grögel, Andreas Frohloff:

»Ost / Schrift / Maler«

Dieser Vortrag beleuchtet den Beruf des Schrift-, Plakat- und Grafikmalers in Ostdeutschland und die Entwicklung dieses Handwerks über einen Zeitraum von gut fünfzig Jahren.
Andreas Frohloff absolvierte eine Ausbildung in der DEWAG und leitete von 1985 bis 1992 den Schriftunterricht an der Schule der DEWAG. Fritz Grögel forscht und schreibt seit zehn Jahren zu den Themen Schriftmalerei, Lettering und Schrift im öffentlichen Raum. Reinhard Kittel, ebenfalls am Projekt beteiligt, war seit 1971 verantwortlich für die Ausbildung in Schriftgeschichte, Kunstgeschichte und grafischer Gestaltung an der Schule der Deutsche Werbe- und Anzeigengesellschaft (DEWAG).
anschließendAusklang des Tages im Haus und Garten mit Thüringer Rostbratwurst und Fachgesprächen.

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Sonntag, 3. Juli 2016
10 Uhr

Bleisatz-Workshop

Die Veranstaltungsteilnehmer drucken mit Original-Bleisatzschriften aus der DDR unter Leitung des Buchdruckermeister Heinz-Uwe Schmidt im traditionellen Hochdruckverfahren in den Werkstätten der Pavillon-Presse.

(Dauer: nach Bedarf, zwischen 3 bis 4 Stunden)

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Anmeldung/Kosten

Die Teilnahmegebühr beträgt 99,- Euro (bzw. 45,- für Studenten). Die Anmeldung ist bis 3. Juni 2016 möglich und wird mit Erreichen der Mindestteilnehmerzahl von 20 Personen verbindlich. Eine rechtzeitige Anmeldung wird empfohlen, da die Teilnehmerzahl auf 35 Personen beschränkt ist.

Aktualisierung: Die Veranstaltung ist ausverkauft.